Warum 5G auch die Sicherheit stärkt
Cyberangriffe nehmen zu, auch in der Schweiz. Im vergangenen Jahr wurden rund 65’000 Vorfälle beim Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) gemeldet. Gleichzeitig wächst die Abhängigkeit von digitaler Infrastruktur stetig. Was dabei oft vergessen geht: Moderne Mobilfunknetze sind nicht nur leistungsfähiger, sondern auch sicherer. 5G bringt hier wichtige Fortschritte und stärkt die Cyberresilienz der Schweiz.
Mobilfunk ist heute eine zentrale Grundlage unserer digitalen Gesellschaft. Ob mobile Zahlungen, die Kommunikation von Blaulichtorganisationen oder industrielle Anwendungen – überall sind stabile und sichere Netze entscheidend. Mobilfunk verbindet Menschen, Maschinen und Systeme und trägt damit viele zentrale Prozesse. Mit dieser Bedeutung steigt auch die Verantwortung: Sichere Netze sind Voraussetzung für Vertrauen in digitale Anwendungen und für das Funktionieren von Wirtschaft und Gesellschaft. Entsprechend hat Cybersicherheit für Mobilfunkbetreiber höchste Priorität.
Mit 5G wurde nicht nur die Leistung verbessert, sondern auch die Sicherheit gezielt weiterentwickelt. Dazu gehören unter anderem:
- Stärkere Authentifizierung: Geräte und Nutzer werden eindeutiger identifiziert, was das Risiko unbefugter Zugriffe reduziert.
- Bessere Verschlüsselung: Daten werden besser geschützt, sowohl im Netz als auch bei der Übertragung.
- Getrennte Netzbereiche: Neue Technologien wie sogenanntes «Network Slicing» ermöglichen es, Anwendungen voneinander zu trennen und gezielt abzusichern.
- Mehr Schutz vor Angriffen: Moderne Netze sind besser gegen bekannte Angriffsmethoden wie gefälschte Funkstationen oder Netzdowngrades gewappnet.
Diese Verbesserungen machen die 5G-Netze in der Schweiz insgesamt widerstandsfähiger als frühere Mobilfunkgenerationen.
Sicherheit ist Teamarbeit
Die Sicherheit von Mobilfunknetzen entsteht aber nicht isoliert, sondern durch das Zusammenspiel verschiedener Akteure. Dazu gehören die Netzbetreiber, die den sicheren Betrieb gewährleisten, die Technologieanbieter, die sichere Systeme entwickeln, internationale Organisationen, die Standards definieren und die Behörden, die regulatorische Rahmenbedingungen setzen.
In der Schweiz ist dieser Ansatz fest verankert. Die Betreiber orientieren sich an internationalen Standards wie ISO-Normen oder Branchenframeworks und setzen auf bewährte Verfahren im Sicherheits- und Risikomanagement – auch entlang der gesamten Lieferkette. Gleichzeitig sorgen gesetzliche Grundlagen wie das Fernmeldegesetz oder das Datenschutzgesetz für einen klaren Rahmen, der Sicherheit und Innovation verbindet.
Cybersicherheit im Mobilfunk ist kein einmal erreichter Zustand, sondern ein laufender Prozess. Er beginnt bei der Entwicklung neuer Technologien, umfasst die gesamte Lieferkette und reicht bis zum sicheren Betrieb der Netze. Moderne Mobilfunktechnologien wie 5G leisten dabei einen wichtigen Beitrag: Sie machen Netze nicht nur leistungsfähiger, sondern auch sicherer und stärken so die digitale Zukunft der Schweiz.
Weiterführende Informationen
Whitepaper Mobilfunk-Cybersicherheit in der Schweiz (asut) (PDF)